ASM : Polis şiddetine son! Aile Birliği Parçalanamaz !

19 Nisan’ da Lübeck ve Boostedt‘ te Roboski/Uludereli iki mağdur aile insan hakları ihlaline uğramıştır. İki aile birden, parçalanarak ve her anlamda hukuk dışı, çocuklar dahil, şiddet ve hakaretlere uğratılarak, Almanyadan Hırvatistana zor kullanarak, kelepçeler takılarak sürülmüşlerdir. Polis baskını sırasında yaşadığı travma nedeniyle kendini balkondan atan baba Fazil Ü. halen hastanede olmasına karşın, sürgün edilme girişimi polis ve alman kurumlarının gayri insanı davranışlarına örnektir.
Hukuka aykırı tehcir nedeniyle anne ve çocuklarının Almanya’ya baba ve eşlerinin yanîna geri getirilmeleri için avukatlar mahkemeye başvurmuştur.
Demokratik kamuoyunun tepki vererek sürdürdüğü kampanya ya ASM de imza koymuştur. Alman polisinin şiddet ve zor kullanarak, aileleri parçalayan, hukuk dışı yaptırımları kabul edilemez.

Zorla sürülen insanların geri Almanya`ya gelebilmesine yönelik demokratik Kamuoyunu tepki koymaya ve Zor ve şiddete uğrayan, aile birliği parçalanan ailelerin, geri dönmesi için yürütülen çalışmalara ve imza kampanyasına destek olmaya çağırıyoruz !

Avrupa Sürgünler Meclisi ( ASM )

https://chng.it/4TnYvDFF

https://www.change.org/p/keine-weitere-abschiebung-aus-timmendorfer-strand-stopdeportation?signed=true

Konuya ilişkin yapılan açıklama ve ileti ;

Sehr geehrte Ministerin, Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport,
Sehr geehrte Frau Ministerin,

Sehr geehrte Ministerin Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung,

mit großer Empörung haben wir zur Kenntnis genommen, dass am 19.04. 2023 die Familien von Fazıl und Seyran Ürün und Aydın und Semra Ürün unter Anwendung massiver polizeilicher Gewalt und Menschenrechtsverletzungen nach Kroatien rechtswidrig abgeschoben wurden.
Während der laufenden Abschiebung hat das Verwaltungsgericht Schleswig mit Beschlüssen vom 19.04.2023 mit dem Aktenzeichen 5 B 38/23 und dem Beschluss vom 19.04. mit dem Aktenzeichen 5 A 232/23 auf Grund der erhobenen Klage mit einstweiligen Anordnungen das Bundesamt verpflichtet, der zuständigen Ausländerbehörde mitzuteilen, dass bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung über die zum Aktenzeichen 5 A 232/23 erhobenen Klage, als auch im Fall von Herrn Ürün, welcher im Krankenhaus behandelt werden muss, keine aufenthaltsbeendenden Maßnahmen durchgeführt werden dürfen.
Trotzdem wurden beide Familien unter Hinnahme der Trennung von den Ehemännern und Vätern abgeschoben. Im Hinblick auf die eindeutige Rechtswidrigkeit dieser Abschiebung fordern wir Sie auf, für eine unverzügliche Rückkehr der Familien zu sorgen und alle dafür erforderlichen Schritte unverzüglich einzuleiten.
Unabhängig von der schon festgestellten Rechtswidrigkeit der Maßnahme war auch die Umsetzung offensichtlich unverhältnismäßig.
Die Betroffenen berichteten: Um 6:00 Uhr morgens wurden die Familien von einem lauten Krach und Geschrei geweckt. Die Polizei hat bei Fazıl und Seyran Ürün, das Fenster und im zweiten Stock die Schlafzimmertür aufgebrochen woraufhin der Vater der Familie Herr Ürün sich vom Balkon stürzte und die Einsatzkäfte aggressiv und gewaltsam die Kinder und Frau Ürün in das Schlafzimmer zerrten. Frau Ürün wurde daran gehindert nach ihrem Mann zu sehen. Stattdessen wurden der Sohn und die Tochter vor ihren Augen auf den Bauch gelegt, ihnen wurde auf dem Rücken Handschellen angelegt und Beamte drückten ihre Körper mit ihren Knien nieder. Der hierzu protestierenden Mutter, Frau Seyran Ürün, wurde daraufhin der Kopf mehrfach mit Wucht gegen die Wand geschlagen und es wurden ihr büschelweise Harre ausgerissen; sie hat bis zu 2cm Durchmesser große kahle Stellen am Kopf. Frau Ürün war noch im Nachthemd und sagte, als sie aufgefordert wurde sich anzuzifhe,n sie möchte sich nicht vor männlichen Einsatzkräften ausziehen. Doch man hat dieses Recht nicht respektiert und sie gezwungen sich vor den männlichen Beamten umzuziehen. Mann habe Mutter und Kinder den Vater nicht sehen lassen und auch keine Auskunft über seinen Zustand gegeben.
Frau Ürün und der älteste Sohn und die Tochter wurden gefesselt und in getrennten Wagen zum Flughafen gefahren, wo der Sohn die Tochter sich für eine Durchsuchung nackt ausziehen mussten. In türkisch habe man ihren Vater beleidigt und gesagt, dass wenn er ein guter Vater und Mann wäre, er bei ihnen wäre.
Herr Ürün befindet sich aktuell in der Universitätsklinik Lübeck in stationärer physischer und psychischer Behandlung auf Grund des Sturzes in Panik und schwerer Retraumatisierung.
Trotz dieses traumatischen Erlebnisses und der Richterlichen Beschlüsse, vollzogen die Polizeibeamten rechtswidrig, die gewaltvolle Festnahme der Ehefrau sowie der fünf Kinder.
Im Fall der Familie von Ayhan Ü. war jener zunächst nicht zugegen, da er beim Joggen war. Die Polizei verschaffte sich auch hier ohne Ankündigung, gewaltsam Zutritt zu dessen Wohnung und vollzogen auch hier, mit massiver Gewalt unrechtmäßig die Abschiebung von Semra Ürün sowie deren vier Kindern.
Frau Semra Ürün bestand auf die Anwesenheit ihres Mannes und ihrer weiteren zwei Söhne, welche bei ihrem Onkel zu Besuch waren; doch eine telefonisch von den Beamten zugeschaltete Stimme beleidigte mit den Worten, dass wenn Herr Ürün ein Mann gewesen wäre, dieser zu dieser Stunde bei seiner Frau gewesen Währe und dass sie den Mund halten und sich den Einsatzkräften zu fügen habe. Vor den Augen ihrer Kinder ist Frau Semra Ürün auf dem Rücken und beiden Armen gepackt und vor den Augen ihrer Kinder, bis zur Außentür geschliffen und auf den Bauch gelegt, um dann ihre Hände auf dem Rücken zu fesseln.
Frau Semra Ürün wurde, getrennt von den weinenden und vor Angst zitternden Kindern in einem anderen Wagen zum Flughafen transportiert.
Als auf dem Weg zum Flughafen die Tochter protestierend auf ihren Vater besteht, halten die Beamten den Wagen an und fesseln auch die Füße und fahren weiter.
Frau Semra Ürün wird am Flughafen, als sie auf ihren Mann besteht, dieses mal direkt in türkischer Sprache von zwei Beamten beleidigt und Bedroht, dass Herr Ürün, wenn er ein richtiger Mann wäre, sie nicht allein gelassen hätte und dass sie abgeschoben werden würden auch wenn sie sterben würden. Wenn sie sich weiter beschwerden würde, würde man ihr den Mund zustopfen und die Füße auch noch fesseln. Auch würde man die Kinder ohne die Eltern Abschieben können.
Frau Ürün wurde ein Gürtel mit Handschellen angelegt und sie wurde im Flieger zwischen zwei Beamte gesetzt. Obgleich sie sich im Flieger ruhig verhielt und darum bat ihr die Hände zu befreien, habe man bis kurz vor dem Ziel ihre Hände gefesselt.
Trotz richterlichen Beschlüssen, Protest der Familie und seitens der Zivilgesellschaft sind zwei Mütter und ihre Kinder Getrennt von ihren Vätern nach Kroatien abgeschoben worden.
Wir erwarten dass, das beschossene Recht geachtet, die Mütter und Kinder nach Deutschland zurückgeführt werden und dass Ihrerseits alles dafür getan wird, dass sich derartiges gewaltsames Vorgehen im Rahmen von Abschiebungen nicht wiederholt und dass die beteiligten Beamten für ihr Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen werden.
Erstunterzeichner*innen:
Amnesty International Lübeck
Antifa Pinneberg
Antifaschistische Aktion Neumünster
Basis Antifa Lübeck
Defend Kurdistan Lübeck
Europäische Frauensolidarität (Avrupa Kadın Dayanışması, AKD)
Europäischer Rat der Exilant*innen (Avrupa Sürgünler Meclisi, ASM)
Europäisches Bündnis der demokratischen Kräfte (Avrupa Demokratik Güçbirliği, ADGB)
Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.
Food not Bombs Lübeck
Freie Hütte aus dem Mietshäuser Syndikat Verbund
Freie Arbeiter*innen Union (FAU) Lübeck
Fridays for Future Lübeck
GAL – Wähler*innengemeinschaft grün+alternativ+links
Glasmoorgruppe Hamburg
Humanistische Union OV Lübeck
Interventionistische Linke (IL)
Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo, Kampagne gegen das Abschiebegefängnis in Glückstadt (SH)
Kollektiv schickSAAL*
Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland – Kon-Med e.V.
LaRage Lübeck
Lübecker Flüchtlingsforum e.V.
Medibüro Lübeck e.V.
Nara – Netzwerk antirassistische Aktion Kiel
Omas Gegen Rechts Lübeck
Pro Bleiberecht
Rote Hilfe e.V. Lübeck
Seebrücke Kiel
Seebrücke Lübeck
Seebrücke Neumünster
Seebrücke Schleswig-Holstein
Solidarischen Provinz Wendland /Altmark
TurboKlimaKampfGruppe Kiel
UltraViolett, revolutionär-feministisches Kollektiv Lübeck
XETA SOR

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